Sonntag, 30. September 2018

.....anders und gleich



30.9.18
Ich fange mal an damit, was hier nicht anders ist als bei uns...also gleich.
Auf den Straßen fahren viele Autos und es stinkt genauso nach Abgasen wie bei uns.
Allerdings stehen hier viele Autofahrer im Wagen herum und lesen mit Hingabe auf ihren Smartphone. Den Motor lassen sie dabei gerne an.
Dafür dürfen sie aber nicht überall rauchen! Es gibt extra gekennzeichnete Raucherbereiche, draußen und drinnen. In Kaufhäusern zB sind es größere "Kabinen".
Anders ist es zB auch mit dem Müll... ein ganz besonderes Kapitel, das ich während meines Aufenthaltes nicht vollständig verstanden habe.
Vor mehr als 25 Jahren wurde ein Terroranschlag verübt, bei dem ein Mülleimer wahrscheinlich als Depot herhalten musste.
Seitdem sucht man sie in Japans Öffentlichkeit vergebens. Es gibt nur wenige Möglichkeiten, Müll unterwegs loszuwerden.
Aber um es zu Hause hinzukriegen, müsste ich auch erst einen Lehrgang machen, daher erspare ich mir dazu Erklärungen. Wir haben es gut, packen alles in den winzigen Zimmermülleimer oder stellen es daneben in einer der gefühlt 10 Plastiktüten, die man hier für jedes kleine Teilchen bekommt. Leider verschieben wir das Problem so natürlich nur...

Radfahrern ist auch ein wenig anders hier. Man kurvt nach Belieben durch die Menge auf den Bürgersteigen, egal auf welcher Straßenseite. Wenn's beliebt auch auf der Straße.
Helme scheinen noch nicht in Japan angekommen zu sein, dafür gibt es echt tolle Räder für einen Erwachsenen mit einem oder 2 Kindern.
Räder werden offenbar nie wild geparkt. Es gibt Parkhäuser und große sowie kleine Radparkplätze gegen Gebühr, versteht sich. Das Vorderrad fährt in eine Kralle, die sich verschließt. Über der Kralle steht eine Nummer. Ich nehme an, dass man diese dann an dem Parkautomaten eingibt, um seine Rechnung zu bezahlen, bevor die Kralle sich wieder öffnet und das Rad freigibt.


Als deutlich anders empfinde ich die Bekleidung. Die Leute sind durchweg relativ klassisch elegant gekleidet, besonders die Jüngeren. Es gibt kaum Schlabberlook, jedenfalls in d Kyoto.
Bisher habe ich keine 3 von den bei uns noch beliebten extra kaputtgemachten Jeans gesehen und nur ganz selten einmal jemanden mit einer ausgefallenen Haarfarbe oder Frisur.
Pieksauber ist es sowieso fast überall. Man kann ohne Bedenken jedes öffentliche WC aufsuchen, was natürlich kostenlos ist.
Nur die Bedienung dieses Ortes bereitet einem am Anfang doch Kopfzerbrechen. Zum Glück ist im öffentlichen Bereich meist ein Hebel oder deutlich gekennzeichneter Knopf für die Spülung vorhanden. Alles andere ist hochkompliziert und es gibt diverse Ausführungen davon!
Es darf nach Herzenslust geduscht, geföhnt, gespült und aus dem Lautsprecher geplätschert werden, natürlich alles in verschiedenen Intensitätsstufen! Und gewärmt wir der Sitz allemal.




Das sind nur ein paar wenige Beispiele. Das kleine Becken unten zB hängt über einem Spülbecken. Sinn der Sache: Geräusche produzieren zum Ablenken von etwaigen eigenen...


In Korea geht es auf dem stillen Örtchen ähnlich zu. Da habe ich mich leider nicht richtig gekümmert, weil der Spülknopf immer eindeutig war und mir komischerweise die Neugierde fehlte. Hier im Hotel kann ich das Angezeigte ja ausgiebig studieren.


Das japanische Badezimmer an sich finde ich klasse. Die Wannen sind klein und tief, aber auch nur dazu gedacht, dass man darin seinen vorher gründlich gereinigten Körper badet. Geduscht wird vor der Wanne.
Also:  Im Badezimmer gibt es ein WC und die Dusch-Bademöglichkeit.


Rein in das kleine Zimmerchen, Schiebeür wieder zu und schon kann es losgehen.
Ohne Umwege ist die Toilette links zu erreichen.
Um in den Duschbereich zu gelangen, öffnet man eine weitere Tür, diesmal aus Glas. Regale, Spiegel, Fußboden und was sonst noch da steht wird mitgeduscht.
Das Wasser fließt unter die Wanne. Der Boden ist ganz leicht abgeschrägt und vor allem wirklich absolut rutschfest.
So ein Bad kann man neben anderen Utensilien ebenfalls bei BicCamera kaufen. Ich vermute, die sind in einem Guß entstanden und werden in einem Stück hingestellt..


Das war eine kleine Führung durch den unvermeidlichen Alltag, der auch den Reisenden nicht verschont.



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