Donnerstag, 18. Oktober 2018

Fahrt in die Japanischen Alpen

18.10.18

Eigentlich wollten wir diese Fahrt mit dem Zug machen, nämlich von Kanazawa nach Norden bis Toyama. Dort soll es sehr schön sein, man könne den Meerblick fast gleichzeitig mit einem Blick auf die Berge genießen, heißt es. Daraus wird nichts, auch nicht aus der Weiterfahrt von Toyama im Norden nach Süden bis Takayama. Die Zuggleise sollen immer noch unterspült sein. Die Unwetter der letzten Wochen haben hier wohl sehr viele Schäden angerichtet. Ersatzverkehr per Bus ist eingerichtet, aber das dauert deutlich länger.
Es gibt zum Glück eine bessere Alternative. Wir fahren statt mit den schnellen Shinkansen mit einem etwas langsameren Bus. Aber der bringt uns in 2 Stunden von West nach Ost, also von Kanazawa am Meer bis nach Takayama in den japanischen Alpen.
Bald geht es wieder in die Berge. Dann wechselt das helle Grün der Reisfelder in das tiefe dunkle Grün der Nadelwälder. Und fast ist es wie im Schwarzwald.
Danach geht es eine Zeitlang durch eine Ebene. Große Höfe thronen regelrecht in ausgedehnten Reisfeldern. Der Familienfriedhof liegt in den Feldern in der Nähe der Häuser.
Ab und zu sieht man ein paar Gewächshäuser und auch einige wenige Kleingärten.






Dann erscheint ein höheres dunkles Gebirge vor uns, und mit ihm kommen dunkle Wolken auf. Ab jetzt fahren wir fast ständig durch Tunnel. In meinem ganzen Leben habe ich noch nie so viele lange Tunnel hintereinander erlebt. Offenbar ist hier alles untertunnelt. Der Busmotor muss mit keinem Anstieg gequält werden. Es geht einfach hindurch durch den Berg.
Beim einzigen Stopp auf dieser Strecke regnet es tüchtig.
Der Bus wird voll bis auf den letzten Platz und schon düst er wieder auf der Autobahn hinein in die Tunnelwelt.



Der Ort liegt in einem Talkessel im japanischen Hochland auf 573m Höhe.
Es ist schon dunkel, als wir in Takayama ankommen. Wir reservieren uns noch fix die Buskarten für unseren geplanten Ausflug übermorgen und laufen nicht mehr als 10 Minuten zum Hotel.
Das Zimmer ist ganz nett. (WAT Hotel & Sia Aida Takayama
Wir schaffen es mittlerweile, uns mit dem recht begrenzten Platzangebot japanischer Zimmer zu arrangieren. Aber ein kleines bisschen nerven die Enge und die völlig fehlenden Ablagemöglichkeiten schon.
3 Nächte bleiben wir in Takayama, und 3x werde ich mich in das warme Mineralwassser des Hotels legen. Die Spa- Abteilung ist ganz oben, und es gibt ein Außen- und ein Innenbecken. Am Anfang kommt es mir sehr warm vor. Das legt sich aber rasch. Lange halte ich es sowieso nicht aus.
Vorher soll man sich natürlich abschrubben und offenbar danach gleich nochmal. So machen es jedenfalls die Japanerinnen. Da ich auch heute nicht im Bergwerk gearbeitet habe, lasse ich die Wurzelbürste weg.
Das Bad ist jedenfalls sehr entspannend und das Beste an diesem Hotel überhaupt.





Es soll Mineralwasser sein, dessen Bestandteile das ölige Gefühl verursachen.


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