Montag, 15. Oktober 2018

Spaziergänge in Kyoto


Jetzt ist es gleich 18 Uhr. Ich sitze irgendwo herum und warte auf meine Spaghetti. Momentan kann ich kein Sushi und Co sehen.


Lecker sind sie und mit reichlich Knoblauch!
Eigentlich sollte mein Koffer gepackt sein, da er morgen auf die Reise nach Tokio gehen wird. Übermorgen verlassen wir Kyoto und fahren nach Kanazawa.
Heute war ich von gestern noch erledigt. Erst nach 14 Uhr habe ich das Hotelzimmer verlassen und bin noch einmal zum Toji Tempel spaziert. Auch dort gibt es für mich immer etwas Neues zu entdecken.









Mittig links, im Bereich des Daches (Bild unten) sieht man einen weißen Punkt. In Wirklichkeit ist dies das Nest eines Reihers. Da sitzt das Tier, brütet und putzt zwischendurch sein Gefieder. Der Lärm drumherum scheint nicht zu stören.


Jetzt mache ich eine große Runde hinter dem Tempel durch das Wohngebiet.
In einem kleinen Supermarkt habe ich dann auch endlich begriffen, wie das ist, wenn man hier Bananen kauft. Die kommen nicht mit dem Kilopreis über die Theke, sondern meist ein Viererbündel. So kosten 4 kleine genausoviel wie 4 große. Am günstigsten für den Händler sind die einzeln in fast unzerstörbare Folie verpackten.
Es scheinen viele ältere Leute in dieser Ecke zu wohnen. Die Elektrofahrgeräte vor dem Laden lassen jedenfalls den Gedanken aufkommen. Abgesehen davon ist der Laden auch der einzige weit und breit.


Die Häuser sind durchweg klein, nur die neueren haben einen 2. Stock. Selten einmal wird nachträglich aufgestockt.


An einem Haus, das hier offenbar identisch in Serie neu errichtet wird, sieht man, dass es aus Holz in einer Art Fachwerkbauweise errichtet wird. Zum Nachbarhaus besteht ein Abstand von etwa 10 Zentimetern.



Manche Leute haben nur Platz für Töpfe, Igel und Fahrräder, die anderen für ein Auto und ganz Glückliche für Gärtchen, Zaun und Auto.



Das Erdgeschoss muss das kleinste Zimmer sein, da auf den schmalen Grund das Auto noch hinpassen muss und nach Möglichkeit wenigstens ein paar Blumentöpfe vor der Türe zu stehen haben.





Modern sind hier Autos, deren Form ich zu Hause noch nicht gesehen habe. Die meisten sind nicht riesig, aber prächtige Limousinen mit gekapptem Vorder- und Hinterteil fahren ebenso umher. Zum Parken auf kleiner Fläche erscheint mir diese Form ideal. Schön finde ich sie allerdings nicht.






Auf einmal stehe ich in einem kleinen Friedhof. Es scheinen alte und neue Gräber auf einem Platz zu sein, alles ist sehr eng. Die alten, überflüssig gewordenen Grabsteine werden an einer Stelle gesammelt aufbewahrt. Der kleine Platz ist ganz ruhig. Lediglich wenn die Vorortzüge und die Shinkansen vorbei brausen wird es etwas lauter.




Nebenan hat ein Hobbybastler sich seinen Traum eingerichtet. In einem alten Haus hat er eine eigene Garteneisenbahn, die aus der Garage herausfahren und das Haus umrunden kann.


Auf meinem Heimweg liegt noch ein schöner alter Shintoschrein, in den sich momentan keine Touristen verirrt haben.




Das war's. Nun muss ich mal an meinen Koffer ran...


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